Am 6. März des Jahres 1324 verkaufte Graf Johannes II. von Bentheim das Gericht Emlichheim sowie verschiedene Güter in dem Kirchspiel als Lehen an Gottfried von Borkelo.

In dieser Urkunde wird der Name Hannebrook, damals noch Anebrocke, das erste Mal erwähnt.
Die Verkaufsurkunde lautet:

"Wy Johann eyn Edelman Greve van Benthem, Vor Mechttold Gervinne unse echte wijf, her Boldewijn inse broder, Symon, Otte, Johann, Hazeke, Tale, Lise, unse Kinder, unde alle unse rechte erfgenamen, doen kundig allen den die dezen ieghenwerdigen brief sehet ofte horet lesen, dat wy eindrechtlike unde mit einen menen willen hebbet verkoft unde upgelaten voer unsen borggraven to Benthem unsen hof to Arkelo, dat hues to Wernerinck to Honsteden, dat hues to Anebrocke, dat hues to Herverding mit aller Slachter nutt,

also deye gued gelegen sin, alse mit torve mit twige, mit vischerye, mit schwanen vlote, alse van Börgerhorde voort up, also dat gerichte van Emlichem geht, unde deze vorgenömden goede gewaeret syn, in dem Osterwolde und un dem Tinholte, also alse sie gewaerd hebbet gewesen van oldes, vortmeer dat Kreppes Kote unde Rutkote met all eren rechte, also alse sie van oldes hebbet gewesen, unse unde unser older vorderen, all ditvorgesegede goed mit torve mit twige mit wateren, mit weyde unde mit aller Schlachter nutt, also als idt gelegen is, und alle unse theinden tho Scherhorne, groff unde finall, also alse sie uns unde unsern altvorderen thobehorden, und dit vorgesegede goede verkofft hebbet GODEVREDE van BORCKELO, Liesen siner echten frawen, unde eren rechten erffgenamen mit torve, mit twige mit watere mit weyde mit luiden unde aller Schlachter nutt, also alse hier vorgeschreven is, vor eyn recht vry eigen guedt ewelike unde erfflike to besittene, datgelegen is in den Kerspel the Emlichem, vortmer alle unse enckelde luide de wy nu hebbet to Emlichem die dar uth dem Kerspel geboren sindt, sie sindt wer sie sindt, uthgesproken Peter Vierinn, undt Wennecke ten Borchuys. Vortmer wy vorgenoemden bekennet dat wyverkofft hebbet Godevrede van Borckelo, Lysen zyner frawen, unde zynen rechten erffgenamen dat Gerichte van Emlichem, also alse idt gelegen is dat sick tor Scherhorner Kampe up ein seidt des waters und up ander seidt sick beginnet tho Holdthemer Slyngen, unde endet to Gildener Krüggen, und alle de Ruminge upen Lande, unde in den Watere also veeren alsedat Gerichte geht, also alse unsse unde Oldtväderen van olders hefft gewesen, he unde syne Erffgenamen, van unss, unde unsen Erffgenamen het sie man oder vrawe, mer jummer dat to belenne in manstadt, unde an dissen Koepe van disser uplatinge, unde an desser Vertiege hebben anergewesen her Hübert Orofess van Oldenzehl, herr Simon Kerckhere to Ulsen, her Evert van Vennerode eyn Ridder Henderick Weldam, Schulte van Twente, Arnoldt Paschedag, Arnold van Deden, Eylert van den Torne, Leefardus Voett unde Johann Voett, broedere, inde Gerwerdt van Laerckampen, unde andere beyder wer luede genoch, unde op dat dit stede und vast sy, so hebbe wy Greve Johann, Vor Mechtoldt Grevinne, hern Boldewin unsen broder Simon und Otto, unsen sönnen, vor und anders voer unsse Erffgenamen dessen jegenwerdigen brieff besegelt, unde wy Johann, Hasecke, Tale undt Lise kinde to Benthem orkonden alle dessen versprakenen Stücken, under segel unses Vaders Greve Johannes, vor Machtolde, inse Moeder der Grevinnen, hern Boldewyns unses Oemen, Simons und Otten unser Broedere, die an dessen jegenwerdigen Brieff vor hen, undt vor uns sindt gehangen. In rechte Urkunde dyt is geschehn int Jahr unses Heren Duisendt dreyhondert veer und twintich, des dinxdages nah Molek Fastelavends."

 

Der Text wurde mit Genehmigung des Autors dem Buch:

"Chronik der Gemeinde Emlichheim von Albert Rötterink", erschienen 1970, entnommen.

Herzlichen Dank dafür an Herrn Rötterink!