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Am 23. Juni 1440 mußte Heinrich von Steinfurt die Heerlichkeit Lage und das Gericht Emlichheim unter Druck an den Grafen Eveewyn von Bentheim verkaufen. Ihm wurde vorgeworfen, sich wegen des angeblichen Mißbrauchs dieses Lehens der Verantwortung entzogen zu haben.


Die Verkaufsurkunde lautet:


"Ich Hinrich van Grammesbergen Bekenne enn tuge myt openen breve vor my enn myne erffgenamen Dat ich hebe vercofft enn vercope myt dessen breve rechtes stedes vasten ewigen erffcopes erfflike enn ummermer dem Edelen Everwyne Greven to Benthem enn Heren to Steynforde unn synen erffgenamen de Herlicheyt enn dat Gerichte Empninchem myt den Tsyse enn myn Swanenvloet enn de rumynge op den lande en jnden water enn Vysscherye jnden Kerspele van Empninchem vorgen:

also dat myn heuet geweset van Datum desses breffs jtem vort den hoff to Arkelo jtem sat Erve to Brünynck jtem dat Erve to Herwerdinck jtem dat Erve to Wermynck jtem dat Erve to Anebroke jtem dat Erve to Ruetgerinck jtem twe Erve to Overinck dar Roleff enn Hinrich syn soene nu tor tyd oppe wonet jtem dat Erve Oesmanninck enn Dyderkinck jnden Dorpe to Empninchem jtem den hoff to Echtler jtem den hoff to Eyckinchorst utgescheyden eyne vulle waer de jch enn myne erffgenamen dar van beholden jtem eynen koten geheyten Krepeschote jtem eynen koten to Arkelo jtem mynen Tenden smal enn groff to Scherhoorne, jtem al de lude de to dessen vorgenomden hoven Erven enn Gneden horen nu tor tyd wonachtig jnden Kerspele van Empninchem vorgen:

also als dese vorgen: Herlicheyt gerichte Tsyse swanenvloet rumynge Vyscherye hove Erve Tenden guede enn lude myt al oren rechte enn tobehoer myt Torve myt Twyge to water to weyde to Holte enn to velde enn myt waren samentlike gelegen synt jnden vorgen:

Kerspele van Empninchem enn vort wes ich nu tor tyd heb jnden sulven Kerspele van Empninchem dat hyr nicht benomet en ys utgesecht de vorgen: ee waer ut Eyckinghorst vor eyne summe geldes als Twedusent goldene oelde frankesche schilde de my van Edelen Everwyne vorgenomt to mynen willen deger enn all wat betalt syn enn jch hebe van desen vorgen:

Herlicheyt gerichte Tsysen rumynge swanenvloete vysscherye hoven Erven Tenden gueden unn luden vertegen enn vertye dar van myt hande enn myt monde enn myt allen vertichnissen enn rechte en drege dat op overmyds desen breve dem vorgen:

Edelen Everwyne enn synen erffgenamen also dat jch enn myne erffgenamen dar ghenerlaye recht ansprake noch tosaghe an enbeholden noch an wachtende synt to ghenen tyden enn dar erfflike van ontervet enn de Edele Everwyn vorgen:

enn erffgenamen synt dar erfflike mede vererfft enn jch enn myne erffgenamen sollen enn willen hem enn synen erffgenamen des staen enn waren en rechte guede warscap doen vor ons enn vor al de ghene de des to rechte komen willen wo vake en dit to doene is Ock synt vorwarde offt de Edele Everwyn vorgen:

off syne erffgenamen begerende weren to yeneghen tyden so sollen jch enn myne erffgenamen enn willen hem dese vorgen:

Herlicheyt gerichte Tsysen swanenvoloet rumynge vyscherye hove Erve Tenden guede enn lude vorder vesten enn hem der vorder vast maken so dat se des dan to lantrechte enn to leenrechte vast genoch syn enn want jch Hinrich van Grammesberge vorgen:

poncte enn eyn ytlich bysondern vor my enn van myne erffgenamen hebe gelovt enn love stede vast en onverbrocken to holden sonder argelyst so hebe jch des to tuge der warheyt myn Segel vor my enn vor myne erffgenamen wytlike an dessen breff gehangen enn umme de merer vestnisse desser vorgen: poncte so hebe jch gebeden Hinricke van Zelewordt Egberte here to Almelo Mathewesse van Gravestorpe enn Johann Voethe war de desse vorgen:

poncte tusschen den Edelen Everwyne vorgen: enn my gededingt hebben dessen breff myt my to besegelne Dat wy Hinrich Egbert Mathewes enn Johan vorgen:

umme bede willen Hinrikes van Grammesberge vorgen: gerne gedaen hebben jnt Jar onss heren Dusentveerhondert enn veertich op der hilgen Teyndusent merteler dach dat ys de derde dach vor sente Johanse baptisten to myddensomer."

Bild des Vertrages von 1440

 

Der Text und das Bild wurden mit Genehmigung des Autors dem Buch:

"Chronik der Gemeinde Emlichheim von Albert Rötterink", erschienen 1970, entnommen.

Herzlichen Dank dafür an Herrn Rötterink!